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Meine Eindrücke und Gedanken zum Live Looper

Also, ich will hier nicht zu sehr auf die Technischen Details des Gerätes eingehen, dafür schaut einfach auf der DigiTech Seite nach, aber ich beschreibe mal kurz warum mir das Teil so zusagt.
Erstmal, ich musste mich zwischen der Boss Loop Station und dem DigiTech JamMan entscheiden. Das fiel mir dann, in Anbetracht der Aufnahmezeit von festen 16 Minuten (bei der neuen Boss Loop Station) und den maximal 6 Stunden (mit einer 2GB FlashCard) Kapazität des JamMan, doch recht leicht. Und der Preisunterschied war dann doch nicht so gewaltig.
Im Schnitt kostet der das Bossgerät um die 230 EUR und der JamMan um die 280 EUR.

Was steht auf der Verpackung?
Da steht unter anderem, das man 99 Loops speichern kann, je nach Länge bzw. FlashSpeicherkartenkapazität (24 Minuten sind mit der beiliegenden 128 MB Karte schonmal möglich), das alles ganz toll einfach und HandsFree™ zu bedienen ist, Eingang für Mic (XLR), Instrument, (6,3mm Klinke) und AUX (Mini-Klinke) hat, ein Optionaler Special Footswitch Eingang und USB Anschluss ist auch vorhanden.

Ok, was ist an dem Gerät so besonders für mich?
Nun es ist erstmal recht simpel zu bedienen, leeren Platz wählen auf dem der Loop aufgezeichnet wird, REC Fußpedal drücken, wenns genug ist, STOP Pedal treten und dann PLAY und zack, eiert der soeben frisch aufgenommene Loop vor sich hin. Natürlich braucht man hier Taktgefühl, denn ein schneiden der Loops wie bei den "Desktop" Geräten ist natürlich nicht möglich. Was aber sehr gut ist, ist die RealTime(Time)Stretch Funktion. Mittels zumischbaren Metronom, kann man die Länge des Samples auf den vorherrschenden Beat anpassen ohne Tonhöhenänderung. Das macht sich gut, wenn ich eine quirlige Melodie aufnehmen wöllte und diese dann seeeehr lang zerren könnte.
Audio kann als Loop oder OneShot Phrase aufgenommen werden. dazu einfach das Instrument in den Eingang, Pegel einstellen und wie oben beschrieben aufnehmen.
Der AUX Eingang wartet dann noch mit ein paar netteren Möglichkeiten auf. Nämlich darf man hier eine kleine Stereoklinke einstöpseln und dann wählen ob man nur die auf den rechten oder linken Kanäle anliegenden Signale aufnehmen möchte, dabei wird dann das CENTER Signal ausgeblendet (in traditionellen Mixen liegt der Bass oder die Stimme in der Mitte, also Karaoke-like), natürlich geht das auch umgedreht und ohne den Firlefanz, also das komplette Signal geht in den Sampler. Dabei ist zu beachten, das ausser bei der letzten Option, dem Signal eine „equalizations curve“ zugemischt wird, damit das besser über den Gitarren Verstärker klingt. So steht es zumindest in der Bedienungsanleitung.
Am Ende ist eh alles MONO
Overdubs über bestehende Samples sind natürlich auch möglich und da kann man dann sehr schöne Schichten aufbauen.
STRG+Z/STRG+Y (Undo/Redo) ist vorhanden, wenn man sich vertan hat.

JamMan via USB vom Rechner aus kontrollieren

Der USB Anschluss lässt den begeisterten Looper alle Loops auf dem dem Computa (Win/Mac) archivieren.
Die Loops sind als *.wav Datei in nummerierten Ordnern abgelegt. In jedem Ordner liegt also ein Loopfile + XML Datei, welche Informationen über den Loop enhält, wenn er verändert wurde.
Eben gerade probierte ich aus, ob ich auch eigene Loops, auf meinem Rechner fein geschnitten und verpackt, auf den JamMan laden kann und siehe da, im richtigen Format gespeichert und abgelegt wird das erkannt und gespielt. Anders hätte ich das auch nicht erwartet.
Das richtige Format ist in diesem Falle eine 16-bit 44.1 Khz Mono Wave Datei - alles andere wird vom JamMan gelöscht.

Mittlerweile gibt es eine Software namens LooperTools™ welches ein einfaches Verwalten und Zuweisen der Loops vom Rechner auf die Speicherbänke des JamMan ermöglicht.
Dazu können die ursprünglichen Loops auch ihren Namen behalten und lassen sich leichter wiederfinden und organisieren.
Weiterhin ist es möglich das Tempo anzupassen und ein paar weitere Parameter. Es gibt 2 Versionen der Software eine SE und eine Pro Version. Während die SE Version die Basis-Funktionen bereithält, ist es möglich in der Pro Version FadeIn/Outs zu setzen, Wave Dateien und MP3 Dateien ins richtige Format zu konvertieren, Lautstärke zu normalisieren und Loops umzukehren (rückwärtiges abspielen).

Mit knapp 60 US Dollar für die Pro Version bekommt man eine ordentliche Software, welche die Vorzüge des JamMan weiter ausreizt und einiges an Zeit spart.

 

LooperTools™ Software

LooperTools™ Software

So, dann ist ja alles gesagt, ach ja was zu nörgeln hätte ich noch. Der optionale Footswitch um die Speicherbänke durchzuscrollen und die AutoRec Funktion zu aktivieren, kostet extra.
Die 3 Tretknöpfe hätten bestimmt auch noch auf das Pedal gepasst.
Ansonsten ist die Einarbeitungszeit recht kurz und wenn man das alles „in petto“ hat, lässt sich damit recht intuitiv live loopen.

Und was mach ich nun damit?
Nun, ich habe den Looper an den ALT Ausgang meines Mixers gelegt (beim Drücken einer entsprechenden Taste wird die Summe der Kanäle, die ich wähle auf einen alternativen Ausgang geroutet) und kann nun alle Quellen wahlweise durch den JamMan laufen lassen, aufnehmen und wieder zurückspielen in den Mixer und damit auf den Hauptausgang.
Bischen Koordiantion ist noch nötig aber ich denke das wird in Fleisch und Blut übergehen.
Und dann kann ich den ganzen improvisierten Matsch live loopen, zurückspielen und so eine WallOfSound kreieren, die ich vorher nur mit vielen Geräten und Backingtapes hinbekommen habe, nur intuitiver.
Zumindest jetzt im Moment glaube ich, das ich nun alles habe was ich immer wollte. Ich weiss nicht was ich mir morgen als absolut notwendig einrede. Mensch neigt ja dazu seine Ziele und Visionen immer mit Hilfsmitteln zu verknüpfen anstatt diese Ideen einfach umzusetzen.

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entry #1 by jogl-c

02.02.2010 08:22 — email

Hi,
bin Interessiert am Kauf eines Jamman.

Frage: Wenn ich einen mit dem Looper aufgezeichneten Track auf den PC ziehe, dann kann ich den Track ja mit Cubase öffnen.
Interessant wäre es jetz für mich, ob aus dieserJamman- Datei die Spuren einzeln (d.h für jeden Overdub eine einzelne Spur) zur Nachbearbeitung zu bekommen sind, oder ob es sich eine alle overdubs-zusammenfassende .wav Datei handelt ????

entry #2 by michael

01.04.2009 21:26 — email

hallo,
ich habe das gleiche Problem wie Andreas: wenn ich eine 16-bit 44.1 khz wave datei in einen loop-ordner kopierte, wird diese dort abgespeicherte, aber der jamman erkennt diese wave-datei, sprich: er kann sie nicht abspielen. Was mache ich falsch?

entry #3 by Andreas

09.03.2008 08:56

hallo, sehr informativ! Bin auch begeistert von dem Teil, nur das "Verfassen" von loops am PC per WAV-Datei und das anschließende Abspielen durch JAMman klappt nicht. Die WAV-Datei ist ordnungsgemäß auf der CF-Card im richtigen Ordner...aber die Tretmine reagiert nicht. Gibt es einen Trick?
Gruß

entry #4 by Simula

02.03.2008 14:10

...na da dank ich doch mal für die Beschreibung des Loopers.. bin E-Gitarreneinsteiger und will mir in den nä. Wochen einen Looper zulegen.. weis aber noch nich welchen. Und NOCH bin ich nicht so anspruchsvoll.. er soll also für mich als Einsteiger (Anfänger) und auch für spätere höhere Ansprüche gut sein..

lg


  • last change: 2008/03/11
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